Gemeinsam mit hochkarätigen Gästen aus dem Gesundheitswesen und der
MDK-Gemeinschaft zog der MDK Berlin-Brandenburg am 05.10.2009 Bilanz und blickte nach vorne.
20 Jahre MDK – Symposium des MDK Berlin-Brandenburg
Ein breites und qualitativ hochwertiges Leistungsangebot aus einem Guss – dieser Wunsch an den MDK steht bei Kranken- und Pflegekassen ganz oben. Das war eine der Hauptbotschaften auf dem Symposium zum 20-jährigen Bestehen des MDK.
Der MDK habe aufgrund der tiefgreifenden Veränderungen in der Sozialversicherung seine Kompetenzen und seine Produktpalette bereits stark erweitert, hob Wolfgang Metschurat, Vorsitzender des Verwaltungsrates des MDK Berlin-Brandenburg, eingangs hervor.
In diesem Sinne würdigten die Referenten den MDK in seiner Doppelfunktion als Stabilisator und Motor der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV), der heute in entscheidender Weise dazu beiträgt, die Qualität und Finanzierbarkeit von Gesundheitsleistungen zu sichern.
Von li. nach re.: Dr Axel Meeßen, Dr. Günther Jonitz, Wolfgang Machnik, Frank Michalak
Der MDK ist organisatorisch Teil der GKV und SPV und hat den Kranken- und Pflegekassen gegenüber eine Dienstleistungsfunktion. Seine Gutachterinnen und Gutachter arbeiten dabei fachlich unabhängig. Dabei hat sich diese Regelung gegenüber einer rein privatwirtschaftlichen oder einer rein staatlichen Organisation des MDK bewährt. Die fachliche Unabhängigkeit muss ein Eckpfeiler des MDK bleiben, so der Konsens auf der Veranstaltung.
Diese Aussage verband Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, mit der Forderung, die strategische und organisatorische Zusammenarbeit zwischen MDK und GKV zu vertiefen.
Prof. Herbert Rebscher, Vorstandvorsitzender der DAK, plädierte für eine weitere Bündelung von sozialmedizinischer und gesundheitsökonomischer Kompetenz sowie für einen lebendigen Wettbewerbsföderalismus in der MDK-Kooperationsgemeinschaft.
Versicherte profitieren
Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Brandenburg – Die Gesundheitskasse, rückte die Leistungsprüfungsfunktion des MDK am Beispiel der DRG-Begutachtung in den Vordergrund. So hat die entsprechende bundesweite Prüfquote im Jahr 2007 bei 11 % gelegen und die Trefferquote rund 40 % betragen. Dies hat zu Einsparungen in Höhe von ca. 650 Mio. € geführt, wovon die Versicherten an anderer Stelle in der gesundheitlichen Versorgung profitierten.
Ferner sorgt der MDK mit den Pflege-Qualitätsprüfungen bundesweit für Transparenz, fördert zugleich den Qualitätswettbewerb unter den Pflegeeinrichtungen und unterstützt den Ausbau des Qualitätsmanagements in den Pflegeeinrichtungen.
Primat der Qualität
„Arzt bleibt Arzt - auch als Gutachter“ mit diesem Satz illustrierte Dr. Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer und Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer, die Zielkonflikte zwischen „behandelnden“ und „bewertenden“ Ärzten. Dabei erteilte er der einseitigen Fokussierung auf Effizienz eine Absage. „Wer nur auf die Kosten schaut, senkt die Qualität, wer auf die Qualität achtet, spart auch bei den Kosten.“ Vor diesem Hintergrund hob er die elementare Bedeutung eines umfassenden Qualitätsmanagements hervor, sowohl bei Leistungserbringern, als auch beim MDK.
Auf diesen Aspekt ging Wolfgang Machnik, Geschäftsführer des MDK Nordrhein, ein. Er beschrieb die umfassende Qualitätssicherung durch Begutachtungsrichtlinien und gesetzliche Vorgaben, durch überregionale MDK-Expertengruppen zur Erarbeitung von Leitlinien, durch MDK interne und übergreifende Prüfungen zur Qualitätssicherung. Ferner beschrieb er die Einbettung der Begutachtungs- und Beratungstätigkeit seines MDK in ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem.
Vordere Reihe von li. nach re.: Wolfgang Metschurat, Günther Furchtbar, Frank Michalak, Dr. Rolf Matthesius
Verabschiedung Dr. Rolf Matthesius und Blick nach vorne
Die anschließende Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers des MDK Berlin-Brandenburg, stand im Zeichen der Würdigung seiner erfolgreichen Arbeit. Günther Furchtbar, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates des MDK Berlin-Brandenburg: „In der 14 Jahre währenden Tätigkeit als Geschäftsführer hat Herr Dr. Matthesius nicht nur die erste Fusion zweier MDK erreicht, sondern daraus auch einen ausgesprochen leistungsfähigen und kundennahen MDK geformt.“
Dr. Axel Meeßen, seit 1. Oktober 2009 Geschäftsführer des MDK Berlin-Brandenburg, zieht Bilanz: „Das Symposium verdeutlichte die Integration des MDK in das Sozial- und Gesundheitssystem und seine große Verantwortung für die gesundheitliche Versorgung der Versicherten. Verwaltungsrat, Geschäftsführung sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MDK Berlin-Brandenburg freuen sich, gemeinsam mit ihren Kunden und Partnern im Gesundheitswesen die künftigen Herausforderungen zu bewältigen.“